Richtlinien für Hausboote

Anträge für wasserrechtlichen Genehmigungen

Informationen zu einem Antrag für eine wasserrechtlichen Genehmigungen von festliegenden Hausbooten.


Der Genehmigungsleitfaden bezieht sich nicht auf ein Baugenehmigungsverfahren, sondern auf ein wasserrechtliches Verfahren, mit dem Ziel der Erteilung einer Sondernutzungserlaubnis.

„Lieger“ ist ein Begriff aus der Hafenverkehrsordnung und umfasst zwei durch ihre Bauweise unterschiedliche Typen:
Hausboote und Schwimmende Häuser.
Ein Hausboot ist schiffsähnlich und bezieht den Rumpf in die Nutzung ein.

Bei einem schwimmenden Haus ist der Bau / der Aufenthaltsraum auf ein Ponton gestellt.

Man unterscheidet noch zwischen der Nutzungsart:
- gewerbliche Zwecke
- Wohnzwecke

Die rechtliche Beurteilung und wasserrechtliche Genehmigung bezieht sich auf „ortsfest“ gemachte Lieger, da „in Fahrt“ befindende Lieger in das Schiffsregister einge-
tragen werden müssen. Beiden Typen ist jedoch gemein, dass bestimmte Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden müssen.


Zögern Sie nicht und erkundigen Sie sich rechtzeitig bei den Wasserbehörden in Ihrer Region.

Antragsunterlagen für statonäre Hausboote

o Auszug aus der gültigen Flurkarte M 1:1000 mit Eigentümernachweis
o Lageplan M 1:500 oder 1:250
o Beschreibung und Erläuterung zu Bauvorhaben / Nutzung
o Zeichnungen (Draufsicht, Schnitte, Ansichten) M 1:100
o im Hinblick auf eine Beurteilung der Stadt- und Landschaftsbildverträglichkeit ist ggf. eine dreidimensionale Visualisierung respektive Fotografien
(der vom Fachamt Stadt- undLandschaftsplanung ausgewählte Standorte) einzureichen.
o Nachweis über die Brückengängigkeit
o Wartungskonzept (aus der Darstellung der Planer)
o ggf. zwischen dem Antragsteller und der zuständigen Dienststelle abgestimmte naturschutzfachliche Unterlagen wie Vegetationskartierung, Baumbestandsplan, Eingriffsregelung, faunistische Kartierung (z.B. Muscheln, Vögel) und Artenschutzgutachten. Dies ist vom Antragsteller mit der zuständigen Dienststelle über den Hausbootkoordinator vorab ab zustimmen.
o ggf. Nachweis der Kampfmittelfreiheit (je nach Lage und Stand der Planung )
o ggf. weitere, standortspezifische Untersuchungen sowie die
o schriftliche Zustimmung des Grundeigentümers, über dessen Grundstück die Erschließung der Lieger erfolgt, und gegebenenfalls dessen Nachbarn.

Teil 2

o Schwimmfähigkeitsnachweis für den gesamten Lieger
o Statiknachweis des gesamten Lieger s einschließlich aller Auf- und Einbauten – durch einen Fachingenieur/ zugelassenen Prüfstatiker
o Nachweis der Intaktstabilität und der Leckstabilität für den gesamten Lieger durch einen Sachverständigen
o Nachweis, dass das Fahrzeug zum Schleppen geeignet ist – durch einen Sachverständigen
o Nachweis der Kurven-Fahrtüchtigkeit
o Nachweis der Brandsicherheit/ Brandschutzkonzept
o Energiebilanz (bei Neubauten) –geprüft respektive erstellt durch einen geeigneten Sachverständigen / von einem zugelassenen Ingenieur
o Wartungsplan
o Sonstige Unterlagen
– wie z. B. Detailzeichnungen,
- Schnitte,
- Fotos,
- bei Bedarf Schallschutznachweis und / oder andere Nachweise, wenn Rechtsvorschriften dies erfordern
o Nachweis über eine Havarieversicherung
o Nachweis über eine Bergeversicherung
o Nachweis der Kampfmittelfreiheit, wenn nicht schon vorhanden
o ggf. Ergänzung der naturschutzfachlichen Unterlagen (siehe wasserrechtliche Teilgenehmigung). Dies ist mit dem Hausbootkoordinatoren vorab abzustimmen.
o Unterlagen für die Sicherung der Leitungstrasse, z. B. Verträge, Urkunden, beglaubigte Kopie aus dem Grundbuch (bei Baulasten).
o Lageplan mit Darstellung der genauen Höhen - und Seitenlage der Anschlussleitung und des anzuschließenden Hausbootes sowie des Leitungsverlaufs, Daten zu Einleitmengen in Liter pro Sekunde, l/s.

- regelmäßig zu erneuernder Schwimmfähigkeitsnachweis
- Nachweis eines Anschlusses an die öffentliche Abwasseranlagen
- Brandschutz

Sanierung von Hausbooten

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Wer Anlagen an, in und auf Gewässern verändern will, also Hausboote reparieren, umbauen oder (ganz/teilweise) demontieren respektive abwracken will, benötigt auch hierfür eine Genehmigung. Denn bei diesen Arbeiten soll der Umweltschutz beachtet werden und Land sowie Wasserwege weiterhin nutzbar bleiben.

Verweise (Links)

Informationen